Renault – „Advanced Battery Storage“

Renault – „Advanced Battery Storage“

Renault macht erneut einen großen Sprung nach vorne – diesmal aber mit einem neuen Projekt zur Energiespeicherung. Gebrauchte Fahrzeug-Akkus bekommen in dieser Anlage ein neues Leben.

Batteriespeicher aus alten Fahrzeug-Akkus

Was für eine geniale Konstellation: Gerade auf einem Gelände des ehemaligen Kohlekraftwerks im nordrhein-westfälischen Elversingen geht der neue stationäre Batteriespeicher in Betrieb. Dies ist bereits der zweite Speicher dieser Art, der erste steht im französischen Douai und stellt insgesamt 4,7 MWh Leistung zur Verfügung. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Renault SA, dem bekannten Technologieunternehmen „The Mobility House“ und dem Stromspeicherexperten „Fenecon“. Die Anlage liefert 3,7 MWh Strom, die in 72 „alten“ ZOE-Speicherakkus gepuffert werden.

Renault Batteriespeicher aus alten ZOE-Batterien
Renault Batteriespeicher aus alten ZOE-Batterien

Durch die europäische Verpflichtung, gebrauchte Fahrzeugbatterien aus Stomern zurückzunehmen, wird hier eine äußerst sinnvolle und zielgerichtete Weiterverwendung praktiziert. Es ist ja bekannt, dass Fahrzeugbatterien auch nach Jahren noch lange nicht abgeschrieben werden müssen und teilweise noch über mehr als 80% Leistung verfügen. Elon Musk hat dies bei einem TESLA-Modell hinreichend aufgezeigt, dass auch nach 10 Jahren Gebrauch noch mächtig Dampf auf solchen Akkus liegen kann.

 

Puffer zwischen Erzeuger und Verbraucher

Immer wieder – vor allem auch von der Kohleindustrie gerne verargumentiert – ist es eine Tatsache, dass nachts und bei Windstille aus den entsprechenden Erzeugeranlagen (Solar- und Windkraftanlagen) keine verwertbare Leistung kommt. Wenn Sie dann gezielt gebraucht würde, stehen oftmals keine Einspeisungen zur Verfügung. Genau diese Lücke werden künftig solche Batteriespeicher-Anlagen schließen können. Ein deutlicher Schritt in Richtung ökologischer Energiekreislauf.

Renault Batteriespeicher Steuerung
Renault Batteriespeicher Steuerung

Wann immer nun Strom aus Wasser-, Wind- und Solarkraft zur Verfügung steht, kann diese Leistung in solchen Batteriespeichern gepuffert und zur richtigen Zeit bei Bedarf entnommen werden. Damit müssten dann auch – wie bisher leider üblich – weniger Erzeugeranlagen bei Sonne und Wind vom Netz genommen werden. Die beiden Anlagen werden aber künftig auch durch weitere ergänzt. Entsprechende Planungen laufen schon und könnten in Kürze auch umgesetzt werden. Da Renault derzeit immer mehr Modelle wie jüngst den Twingo Electric elektrifiziert, werden diese Pufferanlagen umso wichtiger.

Autor: Volkmar Großwendt [vg]